| Clémence Ruben |
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| Fake Vaginas Oktober 26
Ich ziehe den Penis nach oben, mit einem String, der sich zwischen den Hoden durchzieht und unsichtbar wird, da diese ihn einklemmen. So ergeben sich zwei grössere äussere Schamlippen wie eine Vagina (Cameltoe). Auch zum Berühren ist es speziell. Auch hier das Gleiche: Ja, so müsste es sein. Ich habe ein Foto von einer Vagina ausgedruckt und mir vor meinen Penis gehalten und mich so im Spiegel angeschaut. Und wieder: Ja, so wäre es richtig. Der erste Moment verblüfft, da es optisch, äusserlich, stimmt. Doch die Ernüchterung kommt schnell: Es ist nicht die Realität, sondern ein visuelles Spiel, ein Fake. Es macht mir erst recht den falschen Körper bewusst. Es macht mir auch bewusst, dass ich keinen Fake haben möchte. Ich möchte einen echten Körper. Ein Fake ändert nichts. Mein Penis ist mir lieber. Ich bin eine TransFrau! Eine echte! Diese Experimente fokussieren nur auf das Geschlecht. Auf den Penis oder die Vagina, die Sexualität. Die Sexualität ist aber als TransFrau nicht das Problem. Man hat nicht die falsche Sexualität. Man hat den falschen Körper. Sexualität geht mit jedem Geschlecht und jedem Körper. Und das Gefühl einer Vagina? Das wird ein männlicher Körper nie erfahren können. Auch mit einer Operation zur Vagina nicht. Das ist ein schwerer physischer Eingriff in einen Körper mit einem sexuell funktionierenden, intakten Geschlechtsorgan, mit echten Gefühlen. Das ist nicht viel anders als das Foto einer Vagina vor dem Penis, denn der Körper dahinter bleibt männlich. Eine Fake-Vagina bleibt immer ein Fake. Fake ist Fake. Lass deinen Körper, wie er ist, akzeptiere ihn. Da ist nirgends ein Fake! Betrüge dich nicht. Er funktioniert, auch die Sexualität. Er ist ein Real. Real ist Real. |
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